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Erstellung einer Kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Tapfheim

 
Tapfheim plant klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040

Tapfheim, Juni 2025 – Die Gemeinde Tapfheim hat gemeinsam mit der MR PlanFabrik GmbH und der ISW Ingenieurgesellschaft eine umfassende kommunale Wärmeplanung abgeschlossen. Ziel ist die vollständige Umstellung auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2040.

 

Im Gemeindegebiet wurden rund 1.412 Wohngebäude erfasst. Derzeit wird der Wärmebedarf zu einem großen Teil durch Heizöl und Erdgas gedeckt, was 95 % der CO₂-Emissionen ausmacht. Der durchschnittliche Wärmebedarf pro Kopf liegt bei niedrigen 7.400 kWh im Jahr. Bereits heute sind knapp 20% der geeigneten Dachflächen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet – im Vergleich zu anderen Gemeinden ein sehr guter Wert, aber mit Luft nach oben. 

 

Die Potenzialanalyse zeigt: Tapfheim verfügt über Chancen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Besonders geeignet sind Solaranlagen auf Dächern, verbunden mit Pelletheizungen oder Wärmepumpen jeder Bauart. Ein flächendeckender Ausbau von Nahwärmenetzen ist aufgrund der ländlichen Siedlungsstruktur und fehlender Quellen für Abwärme weniger sinnvoll. Eine direkte Wärmeversorgung durch erneuerbare Energiequellen aus der Donau, Kläranlage, Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen, verwertbare Abfälle, Versorgung mit Wasserstoff oder Windenergieanlagen ist Stand heute nicht gegeben.

 

Aufgrund der geringen Waldbestände kann Scheitholz für die über 1.600 Kaminöfen nur zu einem geringen Teil aus heimischen Wäldern in der Gemeinde bezogen werden. Ein sorgsamer Umgang mit der Ressource Wald ist geboten.

 

Ein zentrales Element und realistischer und wirtschaftlicher Entwicklungspfad der geplanten Wärmewende ist die energetische Sanierung des Gebäudebestands. Durch eine jährliche Sanierungsquote von 1 % kann der Endenergiebedarf bis 2040 um 17 % gesenkt werden. Ergänzend dazu müssen erneuerbare private dezentrale Energiequellen gezielt ausgebaut werden.

Zur Umsetzung des Plans wurden konkrete Maßnahmen definiert, darunter auch die Nutzung kommunaler Dachflächen für Solaranlagen, der Ausbau etwaiger kleiner punktuelle Nahwärmenetze sowie Informationskampagnen für die Bevölkerung. Die Fortschritte werden alle fünf Jahre überprüft und angepasst.

 

Mit diesem Wärmeplan geht Tapfheim einen entscheidenden Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Zukunft. Der Abschlussbericht und die Präsentation stehen hier als Downloads zur Verfügung:

 

Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie) Förderkennzeichen: 67K270214 gefördert. Die Gemeinde Tapfheim erhält eine Förderung in Höhe von 90 %.

 

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Betrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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86660 Tapfheim

 

Tel. 09070 9666-0

 

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