Ortstermin an der Kessel in Erlingshofen mit dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth
Bürgermeister Späth berichtete über einen Ortstermin mit dem Flussbaumeister des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth (WWA) und der Verwaltung. Anlass war die mehrfach aus den Reihen des Gemeinderats und von Bürgern geforderte Entfernung von Anlandungen in der Kessel. Die Kessel ist ein Gewässer 2. Ordnung, so dass für den Unterhalt das Wasserwirtschaftsamt zuständig ist. Besichtigt wurden die Bereiche am Recyclinghof sowie entlang des Schlosses Donaumünster bis zum HBV-Heim. Das WWA sieht in keinem Bereich eine Notwendigkeit, Anlandungen zu entfernen oder eine Sohlräumung durchzuführen. Laut dem Flussbaumeister des WWAs würden nach dem Ausbaggern aufgrund Ungleichmäßigkeiten der neuen Sohle neue Anlandungen angespült werden. Grundsätzlich werde sämtlicher Aufwuchs bei geeignetem Wasserstand jährlich im Sommer entfernt.
Umgestaltung des Schulparkplatzes und der Schulstraße in Tapfheim
aktueller Sachstand
Bürgermeister Späth erläuterte nochmals die bisher aufgearbeiteten Fakten zum Projekt.
Die Befahrung des Wiesenweg mit einem großen Schulbus wird nach einer Baugrunduntersuchung und der Auswertung des Gutachtens nicht empfohlen. Als Alternative wurde der Bau eines Wendehammers im Kreuzungsbereich Schulstraße – Maler-Bestle-Straße – Wiesenweg geprüft, welcher hohe Kosten verursacht, für die keine Zuwendung gewährt wird. Bürgermeister Späth führte weiter aus, dass daraufhin die Umgestaltung des Schulparkplatzes für die Befahrung mit einem großen Schulbus geprüft wurde und in diesem Zusammenhang auch die Neugestaltung der Parkplätze entlang des Kindergartens und vor dem Sportheim. Bei einem Gespräch Ende Februar mit der Regierung von Schwaben Städtebauförderung wurden grundsätzlich Zuwendungen in Aussicht gestellt. Die Verwaltung wird die notwendigen Angebote für die Planungsleistungen einholen.
TOP 3 Erweiterung Gewerbegebiet Am Schmidbach
Empfehlungsbeschluss für den Gemeinderat zur Lage der Linksabbiegespur im Osten
Im Zuge des Ausbaus der St2221 Brachstadt-Erlingshofen muss die Gemeinde Tapfheim eine Linksabbiegespur ins Gewerbegebiet bauen. Entgegen der bestehenden Beschlusslage wurde in der letzten Gemeinderatssitzung festgelegt, die Linksabbiegespur im Osten des bestehenden Gewerbegebiets zu errichten. Dies wurde von der Verwaltung mit dem Staatlichen Bauamt Augsburg und der Polizei als zuständige Behörden abgeklärt und befürwortet. Da zwei Zufahrten ins Gewerbegebiet Seitens der Verkehrsbehörden nicht gebilligt werden, muss die bestehende Zufahrt im Westen zurückgebaut werden. Lediglich ein Durchgang für Fußgänger und Radfahrer kann bestehen bleiben. Die Zufahrt auf das „Weiße Strässle“ wird nach wie vor ermöglicht. Der Bau- und Umweltausschuss hat einen Empfehlungsbeschluss für den Gemeinderat gefasst, die künftige Einfahrt ins Gewerbegebiet Am Schmidbach und die erforderliche Linksabbiegespur im Osten des bestehenden Gewerbegebiets zu bauen.
Information über Hochwasserrückhaltemaßnahmen an verschiedenen Gewässern
Bürgermeister Späth nahm Bezug auf das Sturzflutrisikomanagement, welches das Büro Sweco 2021 fertiggestellt hat. Bei dieser Studie wurden der Böllenbach, der Zwergbach und der Buchbach als größte Gefahrenquellen bei einem HQ100-Hochwasser ermittelt. Er informierte über Gespräche mit Ingenieurbüros und dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, wie die weitere Vorgehensweise für den Bau von Hochwasserrückhaltemaßnahmen wäre.
Als Voraussetzung für eine Förderung aus der RZWas über das Wasserwirtschaftsamt muss ein Hochwasserrückhaltebecken mit dem Ausbauziel HQ 100 + 15 % Zuschlag gebaut werden. Dafür ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig, eine einfache Plangenehmigung ist nicht möglich. Bürgermeister Späth erläuterte die Fördervoraussetzungen und ging speziell auf den Böllenbach in Erlingshofen ein, der in der Gemeinde aufgrund des höchsten Schadenspotentials mit der Priorität 1 behandelt wird. Im Maßnahmenplan des Büro Sweco wurde als Schutzmaßnahme der Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens ermittelt. Bürgermeister Späth erinnerte, dass bereits im September 2022 ein Ingenieurbüro mit der Grundlagenermittlung und Vorplanung beauftragt wurde, die Planungen jedoch nicht den gewünschten Fortschritt erzielten, so dass nun ein neues qualifiziertes Ingenieurbüro gesucht werde.
Beim Zwergbach in Oppertshofen mit der Priorität 2 und beim Buchbach in Brachstadt mit der Priorität 3 wurden im Sturzflutrisikomanagement mehrere Maßnahmen für einen Hochwasserrückhalt identifiziert. Bürgermeister Späth erklärte, dass zunächst in einer Vorstudie das bestmögliche Zusammenspiel von Schutzmaßnahmen untersucht werden und dabei der Rückhalt auf HQ100 + 15 % Zuschlag bemessen werden muss.
Weiter wurde beim Wasserwirtschaftsamt der Reichenbach in Tapfheim angesprochen, bei dem Handlungsbedarf aufgrund der Probleme im Bereich des Wiesenwegs und im dortigen Pumpwerk bei den letzten Hochwasser- und Starkregenereignissen gesehen wird. Auch hier sind zunächst Voruntersuchungen erforderlich. Die entsprechenden Angebote für die Planungsleistungen wurden angefragt.