Informationsveranstaltung zur PIACURA Seniorenresidenz am 04.03.2026
Informationsveranstaltung zur PIACURA Seniorenresidenz am 04.03.2026
Tapfheim, den 11.03.2026
„Heute sprechen wir über weit mehr als über ein Bauvorhaben. Wir sprechen über die Zukunft unserer Ortsmitte, über eine seit langem ungenutzte Fläche – und über die Frage, wie wir in unserer Gemeinde künftig leben, einkaufen und älter werden möchten.“ So brachte Bürgermeister Späth schon in seinen einleitenden Worten vor mehr als 200 Bürgerinnen und Bürgern in der Aula der Grundschule das Wichtigste auf den Punkt. Lange Zeit lag das sogenannte Thanheiser-Areal in der Neuen Mitte brach und sollte endlich mit Leben gefüllt werden.
Für die Gemeinde war es von großer Bedeutung, den wertvollen und begrenzten Raum in der Neuen Mitte optimal zu nutzen. Durch die kompakte Bauweise konnten zwei zentrale Funktionen – Nahversorgung und Wohnen – auf einer Fläche realisiert werden. Gleichzeitig verbleibt eine Restfläche des Grundstücks in Gemeindebesitz, die in einem nächsten Schritt weiterentwickelt werden kann.
Bürgermeister Späth erläuterte ausführlich die Eigenheiten des Gebäudes, das in dieser Form alles andere als gewöhnlich und deutschlandweit einmalig ist. Auf dem Grundstück Höslerstraße 1 entsteht ein klar strukturiertes, zweigeschossiges Kombinationsgebäude mit rund neun Metern Höhe. Im Erdgeschoss wird ein moderner EDEKA-Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von etwa 1.200 Quadratmetern untergebracht. Insgesamt 87 Parkplätze, darunter elf mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, Behindertenparkplätzen und Eltern-Kind-Parkplätzen sorgen für die nötige verkehrliche Infrastruktur. Ergänzt wird das Angebot durch Fahrradstellplätze. Von der B16 wird eine eigene Linksabbiegerspur eingerichtet, um einen sicheren Verkehrsfluss zu gewährleisten.
Über dem EDEKA-Markt entsteht eine Seniorenresidenz für ambulant betreutes Wohnen in 12 hochwertigen, barrierefreien Wohnungen, davon 4 behindertengerecht. Mit der Kimmerle-Gruppe und PIACURA konnten erfahrene Partner gewonnen werden, die dieses Modell hier in Tapfheim umsetzen. Der Baubeginn kann bald erfolgen, alle erforderlichen Genehmigungen liegen vor. Mit einem Einzug in etwa einem Jahr wird gerechnet.
Die Kombination Lebensmittelmarkt und Seniorenwohnen bringt besondere bauliche Herausforderungen mit sich, die bestmöglich bewältigt werden. Ein Großteil der Technik wird im Untergeschoss untergebracht, so dass vom Marktgeschehen in den Wohnungen darüber praktisch nichts wahrnehmbar sein wird. Die Seniorinnen und Senioren leben mitten im Ort, mit fußläufig erreichbarer Infrastruktur mit Ärzten, Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten oder Café. Sie bleiben Teil des gesellschaftlichen Lebens.
Bürgermeister Späth: „Ich bin stolz darauf, dass wir mit diesem Projekt einen wichtigen Grundstein für die Zukunft unserer Gemeinde legen. Wir schaffen nicht nur ein Gebäude. Wir schaffen einen lebendigen Mittelpunkt. Einen Ort der Begegnung. Einen Ort, der Generationen verbindet. Und wir zeigen, dass auch eine kleinere Gemeinde innovative Wege gehen kann – mutig, durchdacht und mit Weitblick.“
Michael Birkert, Geschäftsführer von PIACURA, stellte nach den Ausführungen von Bürgermeister Marcus Späth sein Unternehmen und das Konzept der PIACURA Seniorenresidenz vor. Ziel des Projekts ist es, älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in einer eigenen Wohnung zu ermöglichen und gleichzeitig bei Bedarf Unterstützung und Pflege anzubieten.
Herr Birkert berichtete, dass sein Unternehmen bereits seit vielen Jahren Erfahrung im Bereich der ambulanten Betreuung von Seniorinnen und Senioren gesammelt hat. Dabei sei ihm besonders aufgefallen, dass ältere Menschen in der Gesellschaft oft zu wenig Beachtung finden. Aus diesem Gedanken heraus entstand die Idee, eine neue Form des Wohnens im Alter zu entwickeln. Innerhalb kurzer Zeit sei der Entschluss gefallen, eine private Seniorenresidenz mit einem neuen Betreuungskonzept aufzubauen. Dieses Modell gebe es in dieser Form bisher kaum in Deutschland. Den älteren Menschen soll hier mitten in Tapfheim ein Leben in Würde, Sicherheit und Gemeinschaft ermöglicht werden, das sei ihm das Wichtigste, betonte Herr Birkert.
Geplant sind 12 barrierefreie, rollstuhlgerechte und hochwertige Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen. Sie verfügen über ein eigenes Bad, eine eigene Küche, einen Balkon sowie einen Notruf. Aufzüge, fußläufig erreichbare Infrastruktur und durchdachte Thermoaktionen sorgen für zusätzlichen Komfort. Gemeinschaftsbereiche wie Lounge, Aktivitätsraum, Waschraum, Fahrradkeller und eine Dachterrasse fördern das Miteinander. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Betreuung vor Ort. Das Pflegepersonal ist täglich von 8 bis 20 Uhr anwesend. Von 20 Uhr bis 8 Uhr gibt es einen Bereitschaftsdienst im Haus.
Die Bewohner werden täglich Frühstück und ein frisch zubereitetes Mittagessen erhalten, das Abendessen ist optional. Pflegefach- und Hilfskräfte unterstützen mit individueller Beratung, regelmäßigen Hausbesuchen und Begleitung zu medizinischen Terminen. Ein Fahrdienst, Hauswirtschafts- und Hausmeisterservice sowie vielfältige Freizeitangebote sorgen für Entlastung, soziale Kontakte und Lebensqualität. Die Einrichtung wird von einer erfahrenen Geschäftsführung und Pflegedienstleitung geführt werden. Betreut werden können die Bewohner bis zum Pflegegrad 3.
Der Grundpreis beträgt 99 € pro Tag und beinhaltet Halbpension, Notruf sowie Grund- und Betreuungsleistungen. Die Miete für die Wohnungen wird zusätzlich berechnet. Herr Birkert stellte die Leistungen und die Kosten der PIACURA-Seniorenresidenz denen eines Seniorenwohnheimes gegenüber, wo mindestens gleiche bzw. höhere Preise verlangt werden.
Stolz berichtete Michael Birkert von seinem Team aus 7 Pflegefach- und -hilfskräften, die er bereits eingestellt hat. Bei erwarteten 16 Bewohnern sei dies ein Pflegeschlüssel, der seinesgleichen sucht und höher ist als in vielen anderen Einrichtungen. Die Organisation des Essenangebots soll möglichst regional erfolgen. Gespräche mit örtlichen Gaststätten, Bäckereien und Metzgereien sind geplant, damit täglich frisch gekocht werden kann und frische Lebensmittel angeboten werden können. Die Wohnungen sollen zunächst vorrangig an Bürger aus der Gemeinde vergeben werden. Haustiere sind ausdrücklich erlaubt.
In einer regen Diskussionsrunde beantworteten Bürgermeister Späth und Herr Birkert ausführlich zahlreiche Fragen der interessierten Bürgerinnen und Bürger. Dabei konnte man deutlich spüren, wie wichtig Herrn Birkert persönlich die Seniorenresidenz am Herzen liegt. Sehr authentisch brachte er mehrmals zum Ausdruck, dass bei ihm der Mensch mit seiner Würde an oberster Stelle steht. Er betonte, dass das Projekt noch weiterentwickelt und optimiert werde. Einige Fragen seien noch offen, viele Ideen aus der Veranstaltung würden in seine Planung einfließen.
Bürgermeister Späth bedankte sich bei allen Anwesenden für das große Interesse. Die voll besetzte Aula habe gezeigt, wie wichtig das Thema für die Bürgerinnen und Bürger sei. Er sicherte zu, dass die Gemeinde gemeinsam mit den Projektpartnern daran arbeiten werde, ein sehr gutes Angebot für ältere Menschen im Ort zu schaffen.
Kontaktdaten:
Michael Birkert, PIACURA, Aventinstraße 13, 86609 Donauwörth, Telefon: 0906/7092396,