Krisenvorsorge

Was tun, wenn plötzlich der Strom ausfällt? Wie kann man sich selbst helfen, wenn bei Naturereignissen oder anderen Notfällen die gewohnte Versorgung – etwa mit Strom, Wasser oder Informationen – kurzfristig nicht mehr funktioniert?

 

Ereignisse wie das Hochwasser im Juni 2024, der großflächige Stromausfall in Berlin vor kurzem sowie auch der Stromausfall in Wemding haben deutlich gemacht, dass solche Situationen jederzeit auftreten können. Sie zeigen, wie wichtig es ist, sich bereits im Vorfeld Gedanken über die eigene Vorsorge zu machen. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, im Ernstfall ruhig zu bleiben, handlungsfähig zu sein und sich selbst sowie anderen besser helfen zu können.

 

Durch die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels, die wachsende Abhängigkeit von digitaler Technik und nicht zuletzt durch die veränderte geopolitische Sicherheitslage gewinnt das Thema Krisen- und Notfallvorsorge immer mehr an Bedeutung. Dabei geht es nicht darum, Angst zu schüren, sondern darum, mit einfachen Maßnahmen gut vorbereitet zu sein.

 

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat zu diesem Zweck eine übersichtliche und praxisnahe Informationsbroschüre erstellt. Diese gibt hilfreiche Tipps zur persönlichen Vorsorge, zum richtigen Verhalten bei Stromausfällen, Naturkatastrophen oder anderen Notlagen sowie zur Vorbereitung des eigenen Haushalts auf Krisensituationen. Viele Hinweise lassen sich bereits mit wenig Aufwand umsetzen.

 

Die Broschüre steht auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter folgender Adresse zum Download bereit:

 

https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Buergerinformationen/Ratgeber/BBK-Vorsorgen-fuer-Krisen-und-Katastrophen.pdf?__blob=publicationFile&v=39

 

Insbesondere folgende Punkte sind sehr allgemein und zweifelsohne hilfreich:

  • Wenn der Alltag unterbrochen wird.

  • Essen und Trinken bevorraten.

  • Vorsorge für Menschen mit Beeinträchtigungen.

  • Warnungen erhalten und verstehen.

  • Medizinische Notfälle selbst behandeln.

  • Ohne Strom kochen.

  • Dokumente sicher aufbewahren.

 

Darüber hinaus gibt es mehre gute Webseiten, auf welchen man Information rund um den Themenkomplex findet. Zum Beispiel, was ist für einen Basisvorrat an Lebensmitteln wichtig? Oder, welche Medikamente sollte ich im Haus haben? Aber auch, wie man sich auf einen Cyberangriff vorbereiten kann, was zunehmen an Wichtigkeit gewinnt. Gute Anlaufstellen hierfür sind die Seiten des Bayerischen Verbands für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. sowie der Notfall- und Krisenmanagerin Dr. Sandra Kreitner. Hier finden Sie jene:

 

 

Hier noch ein paar grundsätzliche Tipps:

 

Warnmeldungen

Bei Umweltkatastrophen wie Hochwasser kann es sein, dass Teile der Gemeinde nicht mehr von außen erreicht werden können. Informationen und Warnmeldungen sind hier besonders essentiell. Rundfunk, Fernseher und Internet sind hier die wichtigsten Informationsmittel. Jene funktionieren aber nur mit Strom, der auch ausfallen kann. Batteriebetriebene Radios oder Solarradios sind hier die richtigen Mittel. Auch das Autoradio könnte genutzt werden.

 

Amtliche Gefahrenhinweise finden Sie auch im Internet unter www.bbk.bund.de oder nutzen Sie die Notfall-Informations- und Nachrichten-App (NINA) des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Mit dieser sind Sie stets über Gefahren informiert, denn die Push-Funktion macht Sie auf aktuelle Warnungen aufmerksam. Ereignisbezogene Handlungsempfehlungen und allgemeine Notfalltipps von Experten helfen Ihnen dabei, sich auf mögliche Gefahren vorzubereiten. 

 

Was tun, wenn der Strom ausfällt?

Man ist sich oft nicht bewusst, wie abhängig unsere Gesellschaft von der Elektrizität ist. Die Heizung stellt ihren Dienst ein, Telefon und Internet funktionieren nicht mehr und auch warmes Wasser ist nicht verfügbar. Und dies sind nur ein paar Beispiele. Normalerweise sind Ausfälle in wenigen Stunden behoben. Aktuelle Beispiele zeigen aber leider auch, dass dies nicht immer so sein muss. Hier ist richtiges Handeln entscheidend. 

 

  • Heizung: Warme Kleidung ist zumindest anfangs ein Ersatz für eine ausgefallene Heizung. Wer einen Ofen oder Kamin im Haus hat, sollte immer einen ausreichenden Vorrat an Heizmaterial im Haus haben.

  • Licht: Ein Vorrat an Kerzen und Taschenlampen ist immer gut. Ersatzbatterien, Streichhölzer oder Feuerzeuge aber nicht vergessen.

  • Kochen: Kleinere Mahlzeiten können auch mit einem Campingkocher zubereitet werden. Grills im Freien sind ebenfalls ein guter Ersatz für den Elektroofen.

  • Packen für den Notfall: Im Falle eine Evakuierung ist schnelles Handeln entscheidend. Oft ist nicht mehr genügend Zeit, darüber nachzudenken, was man mitnehmen sollte. Ein Notfallgepäck hilft. Mit dabei sollten Ausweise und Geld sein, sonstige wichtige Dokument, persönliche Medikamente, Kleidung und Hygieneartikel für ein paar Tage, eine kleine Verpflegung, Wasserflasche und Essgeschirr, Taschenlampe, Decke und speziell für Kinder Brustbeutel oder SOS-Kapseln mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift.