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Historische Persönlichkeiten

Alexander von Bernus

alexander von bernus

Alexander Freiherr von Bernus war ein berühmter Dichter, Gelehrter und Alchemist. Ab den 1940er Jahren bewohnte er das Schloss Donaumünster, das er bereits vorher gekauft hatte.

Alexander von Bernus wurde am 6. Februar 1880 in Aeschach bei Lindau geboren und war das zweite Kind des bayerischen Majors August Grashey und dessen Frau Johanna, geborene Freifrau von Bernus. Sein Vater gab ihn in der Folge zur Adoption frei und er wurde von seinem Onkel, Friedrich Alexander Freiherr von Bernus aufgenommen.


Im Jahr 1887 zog die Familie nach Heidelberg. Das Stift Neuburg, ein im Neckartal gelegenes ehemaligen Klosters, das die Familie durch ein Erbe bekommen hatte, prägte ihn nachhaltig. Alexander von Bernus studierte bis 1907 Literaturgeschichte und Philosophie und von 1912 bis 1916 Medizin und Chemie.


Sein literarischer und künstlerischer Werdegang begann 1902 mit der Veröffentlichung eigener Gedichte, die durch die literarische Strömung der Romantik beeinflusst wurden. Von 1907 bis 1912 besaß er mit den ‚Schwabinger Schattenspielen’ ein eigenes, kleines Theater in München. Insgesam verfasste er Dramen, Novellen, Schattenspiele, Mysterienspiele, Gedichtbände und weitere Prosatexte sowie alchemistische Werke aus späteren Schaffensphasen. Prägend war für seine literarische Entwicklung war, dass er in herausragende literarische Kreise aufgenommen wurde, unter denen Literaten wie Thomas Mann waren.


In späteren Jahren widmete er sich in seinem Laboratorium der Entwicklung von spagyrischen Heilmitteln aus Pflanzen, Metallen und Mineralien. Mit ihnen und seinen Forschungsergebnissen versuchte er im 20. Jahrhundert zu beweisen, dass ‚Alchemie’ mehr ist als mittelalterlicher Aberglaube.


Bereits in den 1920er Jahren hatte er das Schloss Donaumünster erworben, das anfangs nur als Sommersitz diente, aber seit den 1940er Jahren als ständiger Wohnsitz. Hier richtete er sich sein spagyrisches Laboratorium ‚Soluna’ wieder ein, in dem er weitere alchemistische Studien durchführte. Seine Ideen leben noch heute in den Produkten der Soluna Heilmittel Gmbh, Donauwörth, weiter.

Das Schloss Donaumünster diente auch nach seinem Tod am 6. März 1965 (auf Schloss Donaumünster) seiner Ehefrau und Witwe Isa von Bernus bis zu ihrem Ableben im Jahr 2001 als Wohnsitz.

 

Josef Bestle

josef bestle

osef Bestle war ein Kirchenmaler aus Tapfheim, der in ganz Süddeutschland seiner Arbeit als Maler und Restaurator nachging, wobei er vor allem auch viel in unserer Region arbeitete.

Josef Bestle wurde am 08. Dezember 1864 in Tapfheim geboren. Man kann annehmen, dass er die Dorfschule besuchte, allerdings gibt es keine Aufzeichnungen über seine Jugend oder seine Lehrjahre. Erst 1892/93 finden sich Dokumente darüber, dass er sich an der Kunstgewerbeschule in München mit Kunstgeschichte und Maltechniken auseinandersetzte.


In seinen Wanderjahren arbeitete Bestle zusammen mit einem Malertrupp einer Münchener Kunstmalerfirma in Südbayern, bzw. im Alpenraum, wo er vorzugsweise Gotteshäuser restaurierte. Seine Tätigkeit kann in Zell am See, Baiersdorf bei Augsburg, Burgau, Velden an der Vils, Dünzlau bei Ingolstadt und Inchenhofen nachgewiesen werden. Arbeiten in Degerndorf am Inn oder im Tölzer Land vervollständigen seine Arbeiten auf der Wanderschaft. Neben seinen Arbeiten als Restaurator schuf er bereits schon damals - in seiner Freizeit - Landschaftsbilder, die all das enthielten, was Bestle auf seinen Reisen faszinierte.


Nach dem 1. Weltkrieg arbeitete Bestle in Nordschwaben, vor allem mit Renovierungs- und Malerarbeiten in den Kirchen der Region. Durch seinen Beitrag am Erhalt und der Bewahrung des Kulturguts der Region blieb Bestle in deutlicher Erinnerung. Arbeiten aus dieser Zeit sind etwa die Renovierung der Kirchen in Tapfheim, Donaumünster, Schwenningen, Blindheim, Unter- und Oberliezheim oder in Lutzingen. Andere Beispiele für Bestles Arbeiten sind Malerarbeiten in den Pfarrhöfen von Mörslingen oder dem Kloster Hochaltingen oder im Schlössle in Schwenningen.


Am 23. oder 24. Februar 1947 starb Josef Bestle. Ihm zu Ehren wurde eine Strasse in Tapfheim in ‚Maler-Bestle-Strasse’ umbenannt.

 

Franz Riederer

franz riederer

Franz Riederer arbeite als Bibliothekar, Literat und vor allem als Übersetzer.

 

Berühmt wurde er durch die Übersetzung von Weltliteratur. Werke von Balzac und Ralph W. Emerson gehören genauso dazu wie die Übersetzung des Romans ‚Robinson Crusoe’ von Defoe und die Übersetzung des Romans ‚Don Quijote’ von Miguel de Cervantes, um nur einige Übersetzungen zu nennen, die er für die deutsche Leserschaft zugänglich machte.

Franz X. Riederer wurde am 28. Juni 1885 in München geboren. Er studierte er an der Friedrich-Willhelm-Universität in Berlin Germanistik und Kunstgeschichte und verdiente sich den akademischen Grad eines Dr. phil. In der Folge verschlug es ihn nach Leipzig, wo er vorwiegend als Bibliothekar und als Literat (Romane, Gedichte, Hörspiele) arbeitete, bis er bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg sein komplettes Hab und Gut verlor, darunter auch seine Manuskripte. Er gelangte über Umwege nach Donaumünster, wo er bei Centa Joachim eine Unterkunft fand. Mitte der 1950er Jahre heiratete er Centa.


Am 17. August 1973 starb Franz Riederer in Donaumünster.

 

Matthias Zinck

matthias zink

Berühmt wurde Zinck, der im heutigen Donaumünster geboren wurde, als Kirchenmaler. Er arbeitete vorwiegend im Eichstätter Raum, wobei es bei manchen seiner Werken schwierig ist, diese exakt zuzuweisen. Dazu kommt, dass sein Sohn Johann Michael Zinck, ebenfalls ein Kirchenmaler, seine Werke auch ähnlich wie der Vater signierte.

Matthias Zinck wurde am 12. oder am 13. Februar 1665 im heutigen Donaumünster geboren, dem damaligen ‚Münster’. Über seine Zeit in Donaumünster ist leider wenig bekannt. Seine Wanderjahre führten ihn nach Eichstätt, wo er sich niederließ und 1691 heiratete.


Gesicherte Werke von ihm finden sich in Kösingen bei Neresheim, in Pfalzpaint, in Wemding, in Harburg, in Altendorf bei Mörnsheim und auch in Eichstätt selbst. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Gemälde, auch da Zinck ein ausgesprochen talentierter Maler war. Noch 1732 schuf er verschiedene Fresken in der Pfarrkirche Hilpoltstein. Etliche undatierte Malereien runden Zincks Werk ab.


Am 2. November 1738 starb Matthias Zinck in Eichstätt. In Donaumünster gibt es ihm zu Ehren eine ‚Zinckstraße’.

 

 

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