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Gedanken des Bürgermeisters: Wenn Flucht die einzige Möglichkeit ist sein Leben zu retten

09. 03. 2022

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

Sie alle verfolgen die dramatischen Entwicklungen in der Ukraine durch den von uns allen verurteilten Angriffskrieg durch russische Streitkräfte. Krieg in Europa hätten wir uns alle nicht vorstellen können, wir wurden aber von der Realität eingeholt. Unsere Politik in Europa und im weitesten auch der ganzen Welt demonstrieren Einigkeit und ergreifen alle möglichen Maßnahmen, dem Kriegstreiben der russischen Staatsführung Einhalt zu gebieten.

 

Auch wenn wir nicht unmittelbar und aktiv an den Kriegshandlungen beteiligt sind, werden sich die wirtschaftlichen Auswirkungen auch bei uns spürbar machen, dem geschuldet, dass große Abhängigkeiten in der Energieversorgung bestehen. Obwohl die Preise steigen brauchen wir aber keine Versorgungsängste haben. Die Energieversorgung lässt sich nicht von heute auf morgen ändern. Wir werden diese hohen Preise akzeptieren müssen, die sich wiederum dann auf alle weiteren Lebensbereiche auswirken werden. Die Erkenntnis daraus muss sein, die eigenen Lebensumstände der veränderten Situation anzupassen. Wir werden das ein oder andere zurückstellen müssen, vielleicht auf das ein oder andere, was wir uns vorgenommen haben, verzichten.

 

Aber viel wichtiger, ich möchte dringend in Erinnerung rufen, dass hunderttausende von Menschen auf der Flucht vor dem Krieg sind. Neben dem Verzicht auf Annehmlichkeiten muss bei uns auch die Bereitschaft des Teilens folgen, sollen die vielen blau gelb geschwenkten Fahnen und entzündeten Kerzen ernst gemeint sein. Es sind tausende Mütter mit ihren Kindern unterwegs, die ihre Ehemänner bzw. Väter im Krieg zurücklassen mussten und bei uns auf Aufnahme hoffen. Diese dürfen in ihrem physischen und psychischen Zustand und Not nicht in Auffanglagern, Turnhallen oder Gemeinschaftsunterkünften aufgenommen werden, sie brauchen menschliche und familiäre Wärme.

 

Bei uns stehen genügend Häuser, Wohnungen und auch in jeder unserer Wohnungen Räume und Platz zur Verfügung. Und diese sollten in humanitärem Sinn kostenlos und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden. Ich wünsche mir, dass nicht, wie schon dagewesen, jetzt mancher wieder den Profit in der Bereitstellung von Räumlichkeiten sieht. Das wäre angesichts der Situation verwerflich. Wir auf dem flachen Land haben Platz genug in unseren Häusern und haben durchaus die Möglichkeit ein Zimmer zur Verfügung zu stellen, ein paar Wochen jemand aufzunehmen, bis sich die Situation klärt. Ich bitte jeden, einmal ernsthaft und mutig drüber nachzudenken, ob nicht auch bei Ihnen Zuhause jemand Zuflucht, ein Dach über dem Kopf und menschliche Wärme finden kann. Ich weiß, dass dies Überwindung bedeutet, in unserem Alltag, einem Fremden seine Türe zu öffnen. Doch Vorurteile sind hier falsch am Platz und unangebracht. Dies sind keine Fremden, das sind Menschen wie du und ich, die unverschuldet in Not geraten sind. Schlimmer noch - Menschen, die um ihr Leben bangen. Nehmt diese bitte auf, macht Eure Türen und Häuser auf, nehmt sie in den Arm und zeigt ihnen, dass sie nicht allein sind. Wer sich in unserer Gemeinde Tapfheim dazu im Stande sieht, darf sich gerne bei mir/bei uns melden. Wir wappnen uns, helfen zu können.

 

Karl Malz,

1. Bürgermeister

 

 

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