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Gemeinde Tapfheim  |  E-Mail: gemeinde@tapfheim.de  |  Online: http://www.tapfheim.de

Tapfheim, 04.09.2019

Gedenktafel an die ausgewanderten „Donauschwaben“

Als Erinnerung an die nach Ungarn Ausgewanderten, wurden in Gremheim, Blindheim und Donaumünster Erinnerungstafeln enthüllt.


Keine Arbeit, Leben am Existenzminimum und missliche Lebensumstände. Genau diese Probleme haben Familien aus Gremheim, Blindheim und Donaumünster im 17. und 18. Jahrhundert dazu veranlasst, nach Ungarn auszuwandern. Dort wurden ihnen bessere Lebensumstände und Freiheit versprochen. Heute noch sind ehemalige Auswandererfamilien in Ungarn zu finden. Durch Ahnenforschung konnte herausgefunden werden, dass diese Deutschen unter anderem aus Blindheim, Gremheim und Donaumünster stammen.


Diese sogenannte Donauschwaben-Auswanderung kann man heute in den Geschichtsbüchern nachlesen. Sogar in der jetzigen Zeit sind auf Grabsteinen Namen wie Mayer oder Kaltenegger sowohl in Ungarn als auch bei uns noch finden. Vor allem die ungarische Gemeinde hat sich mit der schwäbischen Auswanderung beschäftigt. Die Gemeinde Ujhartyan legt hohen Wert auf die schwäbische Kultur und hält sie in Form von lebendig gelebtem Brauchtum in Musik und Tanz, in der Weitergabe der Auswanderungsgeschichte an die Kinder und Jugend sowie in verschiedenen Museen und Heimathäusern wach.  

 

Anlässlich dieser Verbundenheit organisierte Malz gemeinsam mit dem Blindheimer Bürgermeister Jürgen Frank und dem Schwenninger Bürgermeister Reinhold Schilling Gedenkfeiern für die deutschen Auswandererfamilien. Dabei wurden in den drei Ortschaften jeweils Gedenktafeln gesetzt, die mit dem jeweiligen Gemeindewappen versehen sind.

 

Gedenktafel Ungarn - Bild 1


Bei einem Festakt am Samstagabend wurde unter den Klängen des Schwabenhymnus, gespielt von der Vereinigten Musikkapelle, die Tafel enthüllt. Für die Partnergemeinde Ujhartyan nahmen einige „Abgeordnete“ der Stadt sowie Bgm. Josef Schulcz an der Feier teil. Die Grußworte des ungarischen Bürgermeisters wurden durch zwei Auswandererlieder und ein Gedicht aus damaliger Zeit von Anton Lauter und Toni Tooth begleitet.

 

Die ungarische Besuchergruppe war von der anrührenden Teilnahme der Bevölkerung und der Gestaltung des Festaktes sehr angetan und bedankte sich herzlich für die gute Aufnahme und die erfahrene Freundschaft in Tapfheim. Im Anschluss marschierte die Festversammlung zum Heim des Heimat- und Brauchtumsvereins und ließ die Feier ausklingen. Ein Besuch des Gottesdienstes am Sonntagmorgen beendete den Besuch der 12-köpfigen Delegation.

Gedenktafel Ungarn - Bild 2

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